Es ist das Leben, das den Weg zeigt

Hätte mir jemand als junge Erwachsene gesagt, dass ich selbst einmal eine eigene Designagentur betreiben würde und gestalterisch für Kunden da sein würde, hätte ich es ihm nicht geglaubt.

Erlauben Sie mir, mich kurz vorzustellen, mein Name ist Renate Resch.

Gut zeichnen und malen zu können, liegt in unserer Familie. Der Gedanke, diese Neigung zum Beruf zu machen, ließ mich an einer Mappe arbeiten, die ich an der Fachhochschule Düsseldorf vorstellte. Ich wurde direkt angenommen und begann mit dem Studium des Kommunikationsdesigns. Am Anfang wusste ich noch nicht so richtig, was auf mich zukommen wird. Besonders spannend fand ich die Vielseitigkeit des Studiengangs. Malen und Zeichnen gehörten ebenso zu den Kursinhalten, wie Fotografieren oder Bücher und Magazine zu gestalten. Auch die Grafischen Inhalte, wie Erstellen einer eigenen Schrift, gestalten von Kommunikationsmitteln wie Plakaten, Geschäftspapieren und die Elemente der Markenerstellung und -gestaltung waren wichtiger Bestandteil.

Schon immer empfand ich es als wunderschön, auf der Couch zu sitzen und neue Magazine durchzublättern und zu lesen. Noch schöner ist es jedoch, sie selbst zu gestalten und anderen Menschen interessante Beiträge mit frischem Layout, tollen Fotos und ansprechenden Texten vorzustellen. Das habe ich kennengelernt, als ich während meines Studiums über mehrere Monate ein Praktikum in der Agentur/Verlag „bloom’s“ machte. Livestylemagazine, Fachbücher auch in Kooperation mit anderen Verlagen, Kalender und Geschenkbücher konnte ich dabei Mitgestalten und Miterstellen.

Diese Begeisterung ließ mich ein eigenes Magazin konzipieren und erstellen, das zu meiner Diplomarbeit wurde. Ein Magazin für zeitgenössische organische Kunst, mit Fotografien, Grafik und Designphilosophie. Ich hatte ungeheuren Spaß mit anderen Fotografen, Grafikern und Künstlern zu sprechen, von ihnen zu lernen und ihre besondere Gestaltung herauszustellen und zu erklären, worum es ihnen in ihrer Arbeit geht. Nach der Präsentation des Magazins wurde ich von der Alfred-Erhardt Stiftung Berlin und dem Kurator Dr. Matthias Harder eingeladen, es bei einem Künstlergespräch der Öffentlichkeit vorzustellen und zu präsentieren.

Als erster Job nach meinem Studium habe ich aushilfsweise ein großes Unternehmen für Haarpflegeprodukte bei der grafischen Gestaltung des Jahreskataloges unterstützt. Dann kam die erste Unternehmensanfrage für einen Flyer mit grafischer Illustration, Produktfotos und Livestylefoto. Ich merkte, dass sich Unternehmensfotografie und Grafik gut ergänzen und sich gut kombinieren lassen. Es folgten Anfragen nach einem Messestand, einer Markenentwicklung mit Geschäftspapieren und Internetseite. Meine Arbeit als selbständige Designerin hatte begonnen. Natürlich war die Entwicklung aller Medien zu Beginn ungeheuer aufregend.

Um mich an meinem neuen Bürostandort besser integrieren zu können und mehr Menschen kennenzulernen, begann ich Abends und am Wochenende für die Presse zu fotografieren. Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Musik, Kunst und Kultur gehörten zu meinen Terminen. Kurz darauf übernahm ich bei den Terminen sowohl das Fotografieren, als auch das Schreiben. Interviews mit Veranstaltern und Akteuren fielen dann in meinen Aufgabenbereich. Zunächst waren es wenig Termine, doch es wurden mehr, immer mehr. Bis ich schließlich Anfang des Jahres 2020 entschied, dass ich mich zukünftig ausschließlich meiner Designagentur widmen möchte, und die Arbeit für die Redaktionen beendete.

Für mich ist Gestaltung eine Lebensaufgabe, die sich nicht lediglich auf das Papier, das Desktop oder die Kamera beschränkt. In allen Bereichen des Lebens und auch im Detail ist es wichtig eine klare Linie zu verfolgen, ordnend und gestaltend einzugreifen und stets die Gesamtheit im Blick zu behalten.

Warum ist mir gute Gestaltung wichtig?

Schon öfter habe ich Menschen kennengelernt, die ganz großartige Dinge tun, hervorragende Produkte entwickeln und sich mit Herzblut und enormem Engagement für eine gute Sache einsetzen, dabei anderen Menschen helfen, sich um Nachhaltigkeit und Fairness bemühen und die mich mit ihrem Tun komplett begeistert haben.

Doch dann musste ich feststellen: ES WEISS KEIN MENSCH DAVON Alle Kraft und Konzentration der Initiatoren geht oft in der Sache auf und es fehlt an Zeit, an Energie und Möglichkeit das Unternehmen und seine Aktivitäten anderen vorzustellen und sichtbar zu machen. Letztendlich ist es die Sichtbarkeit und Art der Präsentation, die darüber entscheidet, ob andere Menschen aufmerksam werden.

Es ist eine sehr schöne Aufgabe, guten Dingen und engagierten Leistungen ein Gesicht und eine Plattform zu geben und sie so für andere Menschen spannend zu machen. Mit sich ständig erneuernder Technik, die immer mehr Möglichkeiten bietet, kann das Angebot der Unternehmen oder die Geschichte der Menschen und ihr Anliegen rascher und besser die Aufmerksamkeit Anderer erreichen, als noch vor wenigen Jahren.

Lassen Sie es uns angehen,
die Zukunft bleibt spannend.